Cashewmilch ist unter den pflanzlichen Milchalternativen die vielleicht cremigste Option und wird gerade wegen ihrer milden Süße immer beliebter. Ich habe mir angeschaut, wie Cashewmilch tatsächlich schmeckt, wie sie hergestellt wird und was sie von anderen Nussdrinks wie Mandelmilch unterscheidet.
Wie schmeckt Cashewmilch genau?
Cashewmilch schmeckt sehr mild, cremig-süßlich und dezent nussig, mit einer angenehm runden, fast schon butterartigen Textur. Im Vergleich zu Mandelmilch fällt der Eigengeschmack deutlich zurückhaltender aus, Cashewkerne haben von Natur aus eine sanfte, leicht süßliche Note ohne die bittere Randnote, die Mandeln manchmal mitbringen.
Die Konsistenz ist meist die cremigste unter den Nussdrinks, was daran liegt, dass Cashewkerne von Natur aus mehr Fett und weniger Fasern enthalten als etwa Mandeln. Ungesüßte Varianten schmecken angenehm neutral und eignen sich deshalb besonders gut zum Aufschäumen für Kaffee oder als Basis für herzhafte Gerichte, ohne den Geschmack zu dominieren.
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Herstellung: fein gemahlen statt stark gepresst
Cashewmilch wird hergestellt, indem eingeweichte Cashewkerne fein gemahlen und mit Wasser vermischt werden. Anders als bei Mandelmilch wird die Masse oft gar nicht oder nur grob gefiltert, da Cashewkerne beim Mahlen eine sehr feine, homogene Masse ohne störende Fasern ergeben. Das macht Cashewmilch besonders einfach selbst herzustellen, ganz ohne spezielles Nussmilchtuch, ein Hochleistungsmixer reicht oft schon aus.
Nährwerte: cremig, aber kalorienreicher
Cashewmilch liefert je nach Fettgehalt zwischen 25 und 50 Kilokalorien pro 100 Milliliter und damit tendenziell mehr Energie als Mandelmilch, aber weniger als Kokosmilch. Der Proteingehalt bleibt mit unter 1 Gramm pro 100 Milliliter gering, ähnlich wie bei den meisten anderen Nussdrinks, weshalb sie ernährungsphysiologisch nicht als Proteinquelle taugt. Dafür liefert sie ungesättigte Fettsäuren sowie kleinere Mengen Magnesium und Zink, angereicherte Varianten enthalten zusätzlich Kalzium und Vitamin B12.
Verwendung in der Küche
Dank ihrer milden Süße und cremigen Konsistenz eignet sich Cashewmilch hervorragend für Smoothies, Kaffeegetränke und cremige Currys, ohne dabei einen dominanten Eigengeschmack mitzubringen. In der veganen Küche wird sie außerdem gerne als Basis für Saucen, Dressings oder sogar Käseersatz verwendet, da eingeweichte, pürierte Cashewkerne von sich aus schon eine ähnlich sämige Konsistenz wie Frischkäse erreichen. Wer bereits Mandelmilch kennt und probiert, Cashewmilch zum ersten Mal zu kosten, wird die zusätzliche Cremigkeit und die fehlende bittere Note sofort bemerken.

