Kokosmilch ist aus der asiatischen Küche kaum wegzudenken und hat sich längst auch als Basis für vegane Gerichte und Desserts in westlichen Küchen etabliert. Ich habe mir angeschaut, wie Kokosmilch tatsächlich schmeckt, wie sie hergestellt wird und was sie von Kokoswasser unterscheidet, mit dem sie oft verwechselt wird.
Wie schmeckt Kokosmilch genau?
Kokosmilch schmeckt cremig-süßlich, nussig und ausgeprägt nach Kokosnuss, mit einer reichen, fast schon buttrigen Textur, die deutlich fetter und voller wirkt als die meisten anderen Pflanzendrinks. Die Süße ist dabei natürlich und mild, nicht so intensiv wie bei zugesetztem Zucker, dafür aber sehr rund und angenehm im Mundgefühl.
Die Konsistenz hängt stark vom Fettgehalt ab: Dickere Kokosmilch aus der Dose ist deutlich cremiger und reichhaltiger, während dünnere, in Tetra-Paks verkaufte Trinkkokosmilch eher der Konsistenz von Kuhmilch ähnelt und entsprechend leichter schmeckt.
Herstellung: gepresstes Fruchtfleisch statt Kokoswasser
Kokosmilch entsteht, indem das feste, weiße Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse gerieben, mit heißem Wasser vermischt und anschließend ausgepresst wird. Das Ergebnis ist eine fettreiche, cremige Flüssigkeit, deren Konsistenz von der Menge des zugesetzten Wassers abhängt: Der erste Presssaft ergibt dickflüssige, fettreiche Kokoscreme, weiteres Auspressen mit mehr Wasser liefert dünnere Kokosmilch.
Das unterscheidet sie grundlegend von Kokoswasser, das die natürliche, klare Flüssigkeit im Inneren junger, grüner Kokosnüsse ist, keinerlei Fett enthält und deutlich leichter, leicht süßlich-nussig statt cremig schmeckt. Beide stammen also von unterschiedlichen Reifestadien und Teilen der Kokosnuss.
Nährwerte: fettreich, aber ohne Cholesterin
Kokosmilch aus der Dose liefert je nach Fettgehalt zwischen 150 und 230 Kilokalorien pro 100 Gramm und enthält vergleichsweise viel gesättigtes Fett, hauptsächlich in Form mittelkettiger Fettsäuren. Diese werden vom Körper anders verstoffwechselt als die gesättigten Fette aus tierischen Produkten, gelten ernährungswissenschaftlich aber weiterhin als Fett, das in Maßen genossen werden sollte. Cholesterin enthält Kokosmilch als rein pflanzliches Produkt naturgemäß keines.
Verwendung in der Küche
In der thailändischen, indischen und karibischen Küche bildet Kokosmilch die Basis unzähliger Currys, Suppen und Eintöpfe, sie mildert Schärfe und sorgt für eine samtige Konsistenz. Auch in veganen Desserts wie Kokosmilch-Reispudding oder als Sahneersatz in Smoothies kommt sie häufig zum Einsatz. Wichtig beim Kochen: Kokosmilch aus der Dose vor dem Öffnen nicht schütteln, dann lässt sich die feste Kokoscreme von der dünneren Flüssigkeit trennen und je nach Rezept gezielt einsetzen, etwa für extra cremige Currys oder luftig geschlagene Kokossahne.
