StartRezepteWie schmeckt Papaya-Salat? Das Rezept für Som Tam

Wie schmeckt Papaya-Salat? Das Rezept für Som Tam

Papaya-Salat, in Thailand als Som Tam bekannt, gehört zu den bekanntesten Streetfood-Gerichten Südostasiens und ist gleichzeitig eines der geschmacklich intensivsten. Ich habe mir angeschaut, wie der Salat schmeckt, was ihn ausmacht und wie man ihn zu Hause nachkochen kann.

Wie schmeckt Papaya-Salat genau?

Som Tam schmeckt scharf, sauer, süß und salzig zugleich, eine für die thailändische Küche typische Balance aus vier gegensätzlichen Geschmacksrichtungen, die sich gegenseitig verstärken statt sich aufzuheben. Die unreife, grüne Papaya selbst bringt dabei kaum Eigengeschmack mit, sie ist knackig-neutral wie eine Mischung aus Gurke und Kohlrabi und dient vor allem als Träger für die kräftige Sauce aus Limette, Fischsauce, Chili und Palmzucker.

Charakteristisch ist außerdem die Kombination aus knackiger Textur der geraspelten Papaya mit den weicheren, platzenden Cherrytomaten und den knackigen grünen Bohnenstücken, die traditionell mit einem Mörser leicht angestoßen werden, um die Aromen freizusetzen, ohne den Salat komplett zu zerdrücken.

Ratespiel

Fünf Lebensmittel, eine Weltkarte: Setz den Pin dorthin, wo sie ursprünglich herkommen. Je näher am Ursprung, desto mehr Punkte. Mit dabei: Papaya-Salat (Som Tam).

Zungo spielen5 Runden · ca. 3 Minuten

Zutaten für 2 Portionen

  • 300 g grüne, unreife Papaya, geschält und in feine Streifen gehobelt
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1–3 Thai-Chilis (je nach Schärfevorliebe)
  • 100 g Cherrytomaten, halbiert
  • 50 g grüne Bohnen, in 3 cm lange Stücke geschnitten
  • 2 EL geröstete Erdnüsse, grob gehackt
  • 2–3 EL Fischsauce
  • 2–3 EL frisch gepresster Limettensaft
  • 1–2 EL Palmzucker (alternativ brauner Zucker)

Zubereitung

Knoblauch und Chilis im Mörser leicht zerstoßen, bis ein grobes Mus entsteht. Bohnenstücke und Erdnüsse dazugeben und kurz mit anstoßen, damit sie leicht aufplatzen, aber nicht zerdrückt werden. Palmzucker, Fischsauce und Limettensaft hinzufügen und verrühren, bis sich der Zucker etwas löst. Cherrytomaten dazugeben und ebenfalls leicht anstoßen, damit sie etwas Saft abgeben.

Zum Schluss die geraspelte Papaya portionsweise dazugeben und mit einem Löffel oder Stößel vorsichtig unterheben, dabei die Sauce gleichmäßig verteilen, ohne die Papayastreifen zu zerdrücken. Direkt servieren, idealerweise mit Klebreis oder gegrilltem Hähnchen als Beilage, wie es in Thailand traditionell üblich ist.

Mit der reifen Papaya wurde daraus ein Obstsalat

Beim ersten Versuch hatte ich die Papaya genommen, die im Supermarkt lag: schön orange und reif. Das Ergebnis war ein süßer, weicher Salat, in dem Fischsauce und Limette überhaupt nicht funktioniert haben. Zusammengefallen ist er außerdem, weil das Fruchtfleisch beim Stampfen zu Brei wurde.

Som Tam braucht die unreife, grüne Frucht, und die ist geschmacklich etwas völlig anderes. Grüne Papaya schmeckt fast neutral und ist knackig wie eine rohe Möhre, sie liefert also Textur statt Süße. Zu bekommen ist sie im Asialaden, oft im Kühlregal. Wenn keine da ist, kommt man mit grünem Weißkohl oder Kohlrabi näher an das Original als mit einer reifen Papaya.

Woher der Name Som Tam kommt

Der Name setzt sich aus den Thai-Wörtern „som“ für sauer und „tam“ für stoßen bzw. mörsern zusammen, was sowohl den Geschmack als auch die Zubereitungsmethode direkt beschreibt. Ursprünglich stammt der Salat aus der Region Isan im Nordosten Thailands und Laos, wo er traditionell noch schärfer und mit fermentierter Fischsauce oder sogar rohen Krabben zubereitet wird, als es in den meisten internationalen Varianten üblich ist.

Tipps zur Zubereitung

Wer keine grüne Papaya findet, kann ersatzweise geraspelte Karotten oder grünen Kohlrabi verwenden, der Geschmack ändert sich dadurch zwar leicht, die charakteristische scharf-saure Sauce bleibt aber gleich gut zur Geltung. Wichtig ist, die Schärfe und Säure vor dem Servieren abzuschmecken und individuell anzupassen, da Limetten und Chilis stark in ihrer Intensität schwanken können.

Zum Weiterspielen: Südostasien reicht bei Som Tam als Antwort nicht. In Zungo entscheidet die Entfernung in Kilometern darüber, wie viele Punkte du bekommst.

Raphael
Raphael
Seit 2018 beschreibe ich auf wie-schmeckt.de, wie Lebensmittel schmecken, inzwischen über 400 davon. Mich interessiert weniger die Bewertung als die Beschreibung: Wie fasst man Geschmack so in Worte, dass ihn sich jemand vorstellen kann, der es nie probiert hat? Daneben werte ich aus, wonach in Deutschland tatsächlich gesucht wird, zuletzt im Geschmacksreport 2026. Für Rückfragen und Datenanfragen bin ich über das Kontaktformular erreichbar.
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