Papaya-Salat, in Thailand als Som Tam bekannt, gehört zu den bekanntesten Streetfood-Gerichten Südostasiens und ist gleichzeitig eines der geschmacklich intensivsten. Ich habe mir angeschaut, wie der Salat schmeckt, was ihn ausmacht und wie man ihn zu Hause nachkochen kann.
Wie schmeckt Papaya-Salat genau?
Som Tam schmeckt scharf, sauer, süß und salzig zugleich, eine für die thailändische Küche typische Balance aus vier gegensätzlichen Geschmacksrichtungen, die sich gegenseitig verstärken statt sich aufzuheben. Die unreife, grüne Papaya selbst bringt dabei kaum Eigengeschmack mit, sie ist knackig-neutral wie eine Mischung aus Gurke und Kohlrabi und dient vor allem als Träger für die kräftige Sauce aus Limette, Fischsauce, Chili und Palmzucker.
Charakteristisch ist außerdem die Kombination aus knackiger Textur der geraspelten Papaya mit den weicheren, platzenden Cherrytomaten und den knackigen grünen Bohnenstücken, die traditionell mit einem Mörser leicht angestoßen werden, um die Aromen freizusetzen, ohne den Salat komplett zu zerdrücken.
Zehn Nahaufnahmen, vier Antworten pro Bild. Die ersten sind machbar, ab der Mitte wird es unangenehm.
Zutaten für 2 Portionen
- 300 g grüne, unreife Papaya, geschält und in feine Streifen gehobelt
- 2 Knoblauchzehen
- 1–3 Thai-Chilis (je nach Schärfevorliebe)
- 100 g Cherrytomaten, halbiert
- 50 g grüne Bohnen, in 3 cm lange Stücke geschnitten
- 2 EL geröstete Erdnüsse, grob gehackt
- 2–3 EL Fischsauce
- 2–3 EL frisch gepresster Limettensaft
- 1–2 EL Palmzucker (alternativ brauner Zucker)
Zubereitung
Knoblauch und Chilis im Mörser leicht zerstoßen, bis ein grobes Mus entsteht. Bohnenstücke und Erdnüsse dazugeben und kurz mit anstoßen, damit sie leicht aufplatzen, aber nicht zerdrückt werden. Palmzucker, Fischsauce und Limettensaft hinzufügen und verrühren, bis sich der Zucker etwas löst. Cherrytomaten dazugeben und ebenfalls leicht anstoßen, damit sie etwas Saft abgeben.
Zum Schluss die geraspelte Papaya portionsweise dazugeben und mit einem Löffel oder Stößel vorsichtig unterheben, dabei die Sauce gleichmäßig verteilen, ohne die Papayastreifen zu zerdrücken. Direkt servieren, idealerweise mit Klebreis oder gegrilltem Hähnchen als Beilage, wie es in Thailand traditionell üblich ist.
Woher der Name Som Tam kommt
Der Name setzt sich aus den Thai-Wörtern „som“ für sauer und „tam“ für stoßen bzw. mörsern zusammen, was sowohl den Geschmack als auch die Zubereitungsmethode direkt beschreibt. Ursprünglich stammt der Salat aus der Region Isan im Nordosten Thailands und Laos, wo er traditionell noch schärfer und mit fermentierter Fischsauce oder sogar rohen Krabben zubereitet wird, als es in den meisten internationalen Varianten üblich ist.
Tipps zur Zubereitung
Wer keine grüne Papaya findet, kann ersatzweise geraspelte Karotten oder grünen Kohlrabi verwenden, der Geschmack ändert sich dadurch zwar leicht, die charakteristische scharf-saure Sauce bleibt aber gleich gut zur Geltung. Wichtig ist, die Schärfe und Säure vor dem Servieren abzuschmecken und individuell anzupassen, da Limetten und Chilis stark in ihrer Intensität schwanken können.

