StartQuizErkennst du diese 10 Fisch- und Meeresfrüchte-Arten?

Erkennst du diese 10 Fisch- und Meeresfrüchte-Arten?

An der Fischtheke hängt an jedem Stück ein Schild. Nimmt man das weg, wird es sportlich: Miesmuschel und Venusmuschel liegen nebeneinander im Eis, Oktopus und Tintenfisch sehen im Ganzen fast gleich aus, und was genau eine Königskrabbe von einer Languste unterscheidet, weiß spätestens beim dritten Bein kaum noch jemand.

Zehn Nahaufnahmen aus Meer und Fluss, vier Antworten pro Bild. Am Ende bekommst du dein Ergebnis, die komplette Auflösung und einen Link zum Weiterschicken.

Bilderquiz

Erkennst du diese 10 Fisch- und Meeresfrüchte-Arten?

Zehn Bewohner von Meer und Fluss in Nahaufnahme, jeweils vier Antworten. Hummer und Austern erkennt fast jeder, bei Seeigel und Jakobsmuscheln wird es für die meisten knapp. Am Ende bekommst du dein Ergebnis und die Auflösung zum Nachlesen.

  • 10 Fragen
  • ca. 3 Minuten
  • nur Bilder

Alle Bilder KI-generiert

Woran man an der Theke tatsächlich erkennt, was da liegt

Bei den Krebstieren entscheiden die Scheren. Der Hummer trägt zwei große, auffällig ungleiche Scheren, eine breite zum Knacken und eine schlankere zum Zerreißen. Die Languste hat gar keine großen Scheren, dafür lange Fühler. Bei der Königskrabbe sind die stacheligen Beine das Erkennungszeichen, Gegessen wird bei ihr fast ausschließlich das feine, süße Fleisch aus genau diesen Beinen, der Körper bleibt meist ungenutzt.

Bei den Muscheln entscheidet die Schale. Rau und unregelmäßig gewachsen bedeutet Auster, geriffelt und fächerförmig bedeutet Jakobsmuschel, länglich und blauschwarz glänzend bedeutet Miesmuschel. Venusmuscheln sind dagegen rundlich und tragen feine, konzentrische Rillen.

Und beim Fisch entscheidet die Körperform. Ein Plattfisch mit beiden Augen auf einer Seite kann vieles sein, deshalb hilft nur das Muster: Die Scholle trägt auf der dunklen Oberseite orangerote Tupfen, der Steinbutt ist fast kreisrund und hat statt Schuppen knöcherne Höcker, der Heilbutt wird schlicht viel größer als alles andere in der Auslage.

Die Verwechslungen, die im Quiz die meisten Punkte kosten

Oktopus und Tintenfisch. Der Oktopus hat acht gleich lange Arme mit jeweils zwei Reihen Saugnäpfen. Der Kalmar, aus dem Calamari werden, hat acht kurze Arme plus zwei deutlich längere Fangtentakel und einen länglichen Körper mit seitlichen Flossen. Wer die zwei langen Extraarme sieht, liegt mit Calamari richtig.

Kaviar und alles, was so heißen möchte. In der EU darf sich nur der Rogen vom Stör Kaviar nennen. Alles andere muss den Fisch im Namen tragen, also Lachskaviar, Forellenrogen oder Tobiko vom Flugfisch. Optisch verrät sich der Unterschied über die Farbe: echter Kaviar ist dunkelgrau bis schwarz, Lachsrogen leuchtend orange und deutlich größer.

Seeigel. Aufgeschnitten erkennt ihn fast niemand, weil das, was gegessen wird, nichts mit Stacheln zu tun hat. Es sind die fünf orangegelben Gonaden im Inneren, in der japanischen Küche als Uni bekannt. Wie Seeigel schmeckt, lässt sich mit cremig, leicht süßlich und sehr intensiv nach Meer ganz gut umreißen.

Zander und Flussbarsch. Beide gehören zu den Barschartigen und tragen eine stachelige erste Rückenflosse. Der Zander ist schlanker, hat einen spitzeren Kopf und deutlich sichtbare Fangzähne, der Flussbarsch ist gedrungener und trägt dunkle Querstreifen.

Warum Meeresfrüchte so intensiv schmecken

Der leicht süßliche Ton von Jakobsmuscheln und Garnelen kommt nicht von Zucker, sondern von freien Aminosäuren, vor allem Glycin und Alanin. Die herzhafte Tiefe dahinter liefern Glutamat und verwandte Verbindungen, also genau das, was wir umami nennen. Deshalb wirken Meeresfrüchte oft würziger, als es ihre kurze Garzeit vermuten lässt.

Beim Hummer kommt noch ein optischer Effekt dazu: Roh ist er dunkel blauschwarz, der rote Farbstoff Astaxanthin steckt zwar schon im Panzer, ist dort aber an ein Protein gebunden. Hitze löst diese Bindung, und erst dann wird das leuchtende Rot sichtbar.

Zwei Kandidaten, die nicht ins Quiz gepasst haben

Fugu, der japanische Kugelfisch, enthält Tetrodotoxin, gegen das es kein Gegenmittel gibt. Zubereiten darf ihn nur, wer eine eigene Lizenz besitzt. Auf einem Tellerfoto in dünnen Scheiben ist er allerdings von jedem anderen weißen Fisch kaum zu unterscheiden.

Sannakji aus Korea besteht aus frisch geschnittenen Oktopusarmen, die sich auf dem Teller noch bewegen, weil die Nervenzellen in den Armen weiterarbeiten. Auch das funktioniert als Bilderfrage nicht, als Fußnote aber sehr gut.

Die zehn Arten im Überblick

  • Hummer: fest und süßlich, zwei ungleiche Scheren
  • Königskrabbe: feines süßes Beinfleisch, mit Spannweite über einem Meter
  • Austern: salzig-mineralisch, der Geschmack hängt am Gewässer
  • Jakobsmuscheln: nussig-süß, gegessen werden Schließmuskel und Rogen
  • Seeigel: cremig und intensiv nach Meer, in Japan Uni
  • Kaviar: salzig-nussig mit buttriger Note, nur vom Stör
  • Oktopus: mild, braucht lange Garzeit oder eine Runde im Froster
  • Scholle: zart und mild, erkennbar an den orangeroten Tupfen
  • Miesmuscheln: kräftig und salzig, mit Byssusfäden als Bart
  • Zander: fest, fettarm, einer der edelsten Süßwasserfische

Wer alle zehn hatte, sollte das Quiz an die Person weiterschicken, die im Restaurant grundsätzlich die Meeresfrüchteplatte bestellt und dann jeden zweiten Teil liegen lässt.

Raphael
Raphael
Seit 2018 beschreibe ich auf wie-schmeckt.de, wie Lebensmittel schmecken, inzwischen über 400 davon. Mich interessiert weniger die Bewertung als die Beschreibung: Wie fasst man Geschmack so in Worte, dass ihn sich jemand vorstellen kann, der es nie probiert hat? Daneben werte ich aus, wonach in Deutschland tatsächlich gesucht wird, zuletzt im Geschmacksreport 2026. Für Rückfragen und Datenanfragen bin ich über das Kontaktformular erreichbar.
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