
Nein – Tomaten sind kälteempfindlich und verlieren im Kühlschrank schnell an Aroma. Laut Öko-Test fühlen sich reife Tomaten bei 12 bis 16 Grad am wohlsten, Cocktailtomaten sogar bei 15 bis 18 Grad. Das ist deutlich wärmer, als es in einem normalen Kühlschrank je wird.
Was im Kühlschrank mit dem Aroma passiert
Für den typischen Tomatengeschmack sind flüchtige aromatische Verbindungen verantwortlich, die zusammen mit Zucker und Säure zusammenwirken. Diese empfindlichen Aromastoffe bauen sich bei Kälte ab – der Verlust ist zwar nicht sofort zu schmecken, macht sich aber mit der Zeit deutlich bemerkbar. Zusätzlich werden gekühlte Tomaten schneller mehlig in der Konsistenz und neigen eher zu Schimmelbildung, sobald sie wieder wärmer werden.

So werden Tomaten richtig gelagert
Reife Tomaten gehören offen an einen luftigen, dunklen Ort bei Zimmertemperatur – nicht in einer geschlossenen Schüssel oder Tüte, da sich sonst Feuchtigkeit staut. Unter diesen Bedingungen halten sie sich bis zu 14 Tage, wobei der Verzehr innerhalb einer Woche für das beste Aroma empfehlenswert ist.
Die Ausnahme: Große Hitze
An besonders heißen und schwülen Tagen dürfen kälteempfindliche Gemüsesorten wie Tomaten laut Öko-Test kurzzeitig für ein bis drei Tage in den Kühlschrank – als Notlösung, um sie vor dem Verderben zu bewahren. Als dauerhafte Lagerungsmethode eignet sich das aber nicht. Besser ist an heißen Tagen ein kühler Keller, falls vorhanden.
Wer größere Mengen reifer Tomaten retten möchte, findet im Artikel zum Einfrieren von Tomaten eine Alternative für den längerfristigen Vorrat.



