Start Früchte Wie schmeckt Rambutan?

Wie schmeckt Rambutan?

Ganze rote Rambutan-Früchte mit weichen Stacheln, zwei davon geöffnet mit durchscheinendem weißem Fruchtfleisch

Rambutan schmeckt süß-säuerlich und erfrischend, mit einer feinen blumigen Note, die dem Litschi-Geschmack sehr nahekommt, aber meist etwas weniger intensiv-parfümiert und dafür einen Hauch säuerlicher ausfällt. Das durchscheinend-weiße, gallertartige Fruchtfleisch ist saftig und weich, schmilzt fast auf der Zunge und sitzt fest um einen glatten, ovalen Kern, von dem es sich je nach Sorte leicht oder eher schwer lösen lässt.

Herkunft und botanische Einordnung

Der Rambutan (Nephelium lappaceum) stammt ursprünglich aus Südostasien, vermutlich aus Indonesien, und gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse. Sein Name leitet sich vom malaiischen Wort rambut für „Haar“ ab, eine Anspielung auf die auffälligen weichen Stacheln, die die Schale des Fruchtstands bedecken. Botanisch ist der Rambutan eng mit der Litschi verwandt, beide gehören zur selben Pflanzenfamilie und ähneln sich im Aufbau der Frucht: eine lederartige Außenschale umschließt saftiges, halbdurchsichtiges Fruchtfleisch. Der immergrüne Baum wird in freier Wildbahn 25 bis 45 Meter hoch, in Kultur meist deutlich weniger, und blüht zweimal jährlich.

Geschmacksprofil im Detail

Die Frucht selbst ist rundlich bis ellipsoid und etwa drei bis sechs Zentimeter groß, sie wächst traubenartig zu zehn bis zwanzig Stück an einer Rispe. Unter der rötlichen, weich bestachelten Schale liegt das milchig-weiße, gallertartige Fruchtfleisch, dessen süßes, aromatisches Aroma an Traube, etwas Litschi und eine leicht harzige Frische erinnert. Reife Früchte sind deutlich süßer und weniger sauer als unreife, bei denen die Säure klar dominiert. Die Konsistenz ist saftig-knackig beim ersten Biss und wird beim Kauen schnell weich und schmelzend, ähnlich wie bei einer sehr reifen Weintraube, nur mit fester Struktur um den Kern.

Verwendung in der Küche

Rambutan wird meist frisch und pur gegessen: Die Schale wird eingeritzt und abgezogen oder aufgedrückt, das Fruchtfleisch dann direkt vom Kern gelöst. In Südostasien landet die Frucht auch in Obstsalaten, wird zu Konfitüre verarbeitet oder in Sirup eingelegt und ähnlich wie Litschi in Dosen exportiert. Die Kerne selbst sind roh nicht zum Verzehr geeignet, enthalten aber ein Öl, das in einigen Herstellungsprozessen für Kosmetik oder Kerzen genutzt wird. Weil die Frucht nach der Ernte schnell an Frische verliert und die Schale eintrocknet, wird sie meist unreif geerntet und reift kaum nach, weshalb sich ein Blick auf die noch elastischen, farbintensiven Stacheln beim Kauf lohnt.

Anbau und Herkunft im Handel

Angebaut wird Rambutan heute in den gesamten Tropen innerhalb von etwa 15 Breitengraden um den Äquator, unter anderem in Malaysia, Thailand, Indonesien, Indien und der Karibik. Thailand zählt zu den größten kommerziellen Produzenten. Nach Deutschland gelangt die Frucht meist per Luftfracht und ist frisch vor allem in asiatischen Supermärkten sowie zunehmend auch in gut sortierten Frischeabteilungen zu finden.

Nährwerte kurz

Rambutan besteht zu einem großen Teil aus Wasser und liefert vor allem schnell verfügbare Fruchtzucker, dazu Vitamin C und kleinere Mengen Kalium. Ernährungsphysiologisch ähnelt die Frucht damit anderen wasserreichen tropischen Früchten wie Litschi: erfrischend und leicht bekömmlich, aber kein besonders nährstoffdichter Kalorienlieferant.