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Was tun bei einer Lebensmittelvergiftung?

Wasser und Tee zur Flüssigkeitszufuhr bei Lebensmittelvergiftung

Bei einer Lebensmittelvergiftung ist ausreichend Flüssigkeit das Wichtigste – nicht das schnelle Stoppen von Durchfall. Typische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall treten meist innerhalb weniger Stunden nach dem Verzehr auf und klingen normalerweise innerhalb weniger Tage von selbst ab, sobald der Körper die Erreger oder Giftstoffe ausgeschieden hat.

Was jetzt hilft

Durch Erbrechen und Durchfall verliert der Körper viel Flüssigkeit und Salze. Wichtig ist deshalb, ausreichend zu trinken – etwa leicht gesüßten Tee. Spezielle Elektrolyt-Lösungen aus der Apotheke helfen zusätzlich, den Salzhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wasser und Tee zur Flüssigkeitszufuhr bei Lebensmittelvergiftung
Ausreichend Flüssigkeit ist bei einer Lebensmittelvergiftung wichtiger als das schnelle Stoppen des Durchfalls.

Warum Durchfallmedikamente hier keine gute Idee sind

Wirkstoffe wie Loperamid eignen sich bei einer Lebensmittelvergiftung nicht, auch wenn sie gegen Durchfall helfen. Der Grund: Sie verlangsamen die Darmbewegung und halten dadurch die Bakterien und ihre Giftstoffe länger im Körper zurück, statt sie auszuscheiden. Der Durchfall ist in diesem Fall also eine Schutzreaktion des Körpers, die man nicht künstlich unterdrücken sollte.

Wann ein Arztbesuch notwendig ist

In den meisten Fällen klingt eine Lebensmittelvergiftung von selbst ab. Ärztliche Hilfe ist aber notwendig, wenn:

  • die Beschwerden mehrere Tage anhalten oder sehr stark ausgeprägt sind,
  • Fieber, blutiger Durchfall oder Sehstörungen und Lähmungserscheinungen hinzukommen (im letzten Fall sofort den Notruf 112 wählen – möglicher Hinweis auf Botulismus),
  • Babys, Kleinkinder, ältere oder abwehrgeschwächte Menschen sowie Schwangere betroffen sind.

Vorbeugen durch Küchenhygiene

Die beste Vorbeugung bleibt eine saubere Küche: gründliches Händewaschen, Kreuzkontamination zwischen rohen und bereits gegarten Lebensmitteln vermeiden, Fleisch durchgaren und verderbliche Lebensmittel zügig kühlen. Wer beispielsweise Reis nicht richtig abkühlt, riskiert unabhängig von guter Küchenhygiene trotzdem eine Vergiftung durch hitzestabile Bakteriengifte.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung oder Behandlung. Bei schweren oder anhaltenden Symptomen, insbesondere bei Risikogruppen, wende dich bitte umgehend an eine Ärztin, einen Arzt oder den Notruf.