Start Popkultur Nuka-Cola (Fallout) – Gibt’s das Zeug auch in echt?

Nuka-Cola (Fallout) – Gibt’s das Zeug auch in echt?

Eine altmodische Glasflasche mit Cola-Getränk

Nuka-Cola ist das fiktive Erfrischungsgetränk der postapokalyptischen Videospielreihe „Fallout“ und dort so allgegenwärtig wie Coca-Cola in der echten Welt, nur eben in einer von Atomkrieg gezeichneten Zukunftsversion Amerikas. In den verstrahlten Ruinen der Spielwelt findet man die charakteristischen Glasflaschen in schier endloser Zahl, von verlassenen Fabriken bis zu Automaten in menschenleeren Städten.

Die Geschichte von Nuka-Cola im Spiel

Laut der Spiellore wurde Nuka-Cola erstmals 2044 von der Nuka-Cola Corporation eingeführt und entwickelte sich in der alternativen Zukunftsgeschichte der Reihe zum dominanten Erfrischungsgetränk der USA, ähnlich wie reale Cola-Marken im 20. Jahrhundert. Nach dem großen Atomkrieg von 2077 überdauerte das Getränk in versiegelten Flaschen und wurde für die Überlebenden zu einem seltenen Luxusgut. Innerhalb der Spielwelt gibt es zahlreiche Varianten, darunter Nuka-Cola Quantum, eine leuchtend blaue Version mit radioaktivem Bestandteil, die Spielfiguren im Spiel kurzzeitig zusätzliche Energie verleiht.

Warum ausgerechnet ein Erfrischungsgetränk?

Die Fallout-Reihe nutzt Nuka-Cola als Symbol für den optimistischen amerikanischen Konsumkult der 1950er-Jahre, der in scharfem Kontrast zur atomar verwüsteten Spielwelt steht. Werbeplakate für das Getränk mit fröhlichen Familien und Sonnenschein-Ästhetik hängen im Spiel oft direkt neben verstrahlten Ruinen, ein bewusster satirischer Bruch, der die Diskrepanz zwischen Vorkriegs-Optimismus und Nachkriegsrealität unterstreicht.

Gibt’s das Zeug auch in echt?

Ein originalgetreues Nuka-Cola mit radioaktivem Inhalt gibt es aus naheliegenden Gründen nicht, wohl aber lizenzierte, unbedenkliche Merchandise-Getränke. Zum Start mehrerer Spieleteile brachte der Publisher Bethesda in Zusammenarbeit mit Getränkeherstellern limitierte Sammlerflaschen mit Nuka-Cola-Etikett auf den Markt, gefüllt mit einer normalen, koffeinhaltigen Limonade, die geschmacklich an klassische Cola erinnert. Diese Sonderauflagen waren meist nur für kurze Zeit über Fanshops und Spieleeditionen erhältlich und sind mittlerweile bei Sammlern gefragt.

Die Fan-Community braut nach

Parallel zu den offiziellen Sammlerflaschen ist eine große DIY-Szene entstanden: Zahlreiche Fallout-Fans veröffentlichen eigene Rezepte, um zuhause eine möglichst originalgetreue Nuka-Cola nachzumischen, meist auf Basis von Cola-Sirup, Kirscharoma und Zitrusnoten. Auf Conventions und in Fallout-Themenbars werden solche Eigenkreationen inzwischen regelmäßig als Cocktailbasis oder alkoholfreier Signature-Drink angeboten, ein schönes Beispiel dafür, wie ein rein fiktives Markenprodukt eine echte, aktive Fan-Küche hervorbringen kann.