
Joghurt lässt sich einfrieren, verliert dabei aber einen Teil seiner lebenden Bakterienkulturen. Genau diese Milchsäurebakterien sind es, die Joghurt seinen charakteristischen Geschmack, seine Konsistenz und einen Teil seiner gesundheitlichen Vorteile verleihen. Beim Gefrieren werden die Bakterienzellen teils beschädigt, beim Auftauen und erneuten Verzehr geht ein weiterer Teil verloren.
Was sich beim Einfrieren verändert
Vor allem Joghurt mit höherem Fettgehalt reagiert empfindlich aufs Einfrieren: Die Konsistenz kann nach dem Auftauen wässriger und der Geschmack merklich fader wirken. Wer den Effekt abmildern möchte, kann Joghurt vor dem Einfrieren gut umrühren und in kleinen, luftdicht verschlossenen Portionen einfrieren.

Wie lange ist eingefrorener Joghurt haltbar?
Im Gefrierfach bleibt Joghurt bis zu sechs Monate haltbar. Wer allerdings möglichst viele Probiotika aufnehmen möchte, ist mit frischem, ungefrorenem Joghurt besser bedient – durch das Einfrieren sinkt die Zahl der lebenden Kulturen spürbar.
Wofür sich aufgetauter Joghurt eignet
Zum puren Löffeln aus dem Becher ist aufgetauter Joghurt wegen der veränderten Konsistenz weniger geeignet. Gut funktioniert er dagegen in Smoothies, als Backzutat etwa in Rührteig, oder als Basis für Dips und Marinaden, wo die leicht wässrigere Textur ohnehin keine Rolle spielt. Wer die Konsistenz noch verbessern möchte, rührt aufgetauten Joghurt vor der Verwendung gründlich durch.
Ähnlich wie bei Quark gilt: Die veränderte Textur fällt vor allem beim direkten Verzehr auf, in verarbeiteter Form kaum.



