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Ist Süßstoff krebserregend?

Unbeschriftete Süßstoffpäckchen neben einer neutralen Getränkedose auf einem Tisch

Für den bekanntesten Süßstoff Aspartam gilt seit 2023 die Einstufung „möglicherweise krebserregend“ – die zweitschwächste von vier Kategorien der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC). Das klingt zunächst alarmierend, sollte aber im Kontext der tatsächlichen Studienlage und der realistischen Verzehrmengen eingeordnet werden.

Was die IARC-Einstufung wirklich bedeutet

Die IARC, eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation, hat vier Kategorien: von „krebserregend“ (Gruppe 1, z. B. Tabakrauch) über „wahrscheinlich krebserregend“ (Gruppe 2A) und „möglicherweise krebserregend“ (Gruppe 2B) bis „nicht klassifizierbar“ (Gruppe 3). Aspartam landet in Gruppe 2B – basierend auf begrenzten Hinweisen aus Humanstudien in Kombination mit Befunden aus Tierstudien, nicht auf eindeutigen Beweisen.

Unbeschriftete Süßstoffpäckchen neben einer neutralen Getränkedose auf einem Tisch
Die IARC-Einstufung sagt nichts über die tatsächlich aufgenommene Menge aus.

Der entscheidende Unterschied: Gefahr versus Risiko

Bei der IARC-Bewertung geht es ausschließlich um die Frage, ob ein Stoff grundsätzlich Krebs auslösen kann – unabhängig davon, wie hoch die tatsächliche Aufnahmemenge im Alltag ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) betont deshalb weiterhin, dass der bestehende Grenzwert von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag unverändert als sicher gilt.

Nicht alle Süßstoffe sind gleich

Wichtig zur Einordnung: Die Diskussion um Aspartam betrifft nicht automatisch alle anderen Süßstoffe. Stevia, Erythrit oder Xylit unterliegen anderen Bewertungen und wurden nicht in dieselbe Kategorie eingestuft. Wer unsicher ist, sollte gezielt nach dem konkreten Süßungsmittel schauen, statt „Süßstoff“ pauschal zu bewerten.

Details zur Aspartam-Einstufung und den konkreten Mengenrechnungen liefert der Artikel Ist Aspartam gefährlich?. Wer stattdessen zu Alternativen greifen möchte, findet in Erythrit oder Stevia zwei Optionen ohne diese Diskussion.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische, ernährungswissenschaftliche oder rechtliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen, Unverträglichkeiten oder Unsicherheiten bezüglich Verzehr, Dosierung oder Risiken wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt, eine Ernährungsberatung oder eine andere qualifizierte Fachperson.