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Erkennst du diese 10 Gewürze?

Im Regal steht auf jedem Glas, was drin ist. Schüttet man den Inhalt auf einen Teller, wird es schnell still. Piment, schwarzer Pfeffer und Wacholderbeeren sind alle drei dunkel, rund und ungefähr gleich groß, und botanisch haben sie nicht das Geringste miteinander zu tun.

Zehn Nahaufnahmen, vier Antworten pro Bild. Am Ende bekommst du dein Ergebnis, die komplette Auflösung und einen Link zum Weiterschicken.

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Erkennst du diese 10 Gewürze?

Zehn Gewürze in Nahaufnahme, jeweils vier Antworten. Safran und Zimt erkennt fast jeder, bei Sumach und Tonkabohnen wird es für die meisten schwierig. Am Ende bekommst du dein Ergebnis und die Auflösung zum Nachlesen.

  • 10 Fragen
  • ca. 3 Minuten
  • nur Bilder

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Woran man Gewürze ohne Etikett erkennt

Der schnellste Weg zur richtigen Antwort führt über die Frage, welcher Pflanzenteil da eigentlich liegt. Gewürze stammen aus sehr unterschiedlichen Teilen der Pflanze, und das sieht man ihnen an. Safran besteht aus Blütennarben, Nelken sind ungeöffnete Blütenknospen, Zimt ist Rinde, Sternanis und Kardamom sind Fruchtkapseln, Muskat ist ein Samenkern, Wacholder und Piment sind Früchte, Sumach ist gemahlenes Fruchtfleisch.

Danach helfen drei Details weiter: die Oberfläche, also runzlig, glatt, matt oder ölig glänzend. Die Größe im Vergleich zu einem Pfefferkorn. Und das Bruchbild. Eine Muskatnuss ist innen hell marmoriert, eine Ceylon-Zimtstange zerfällt in hauchdünne Schichten, eine Kardamomkapsel gibt beim Aufdrücken kleine schwarze Samen frei.

Die Verwechslungen, die im Quiz die meisten Punkte kosten

Piment, Pfeffer und Wacholder. Drei dunkle Kügelchen von drei völlig verschiedenen Pflanzen. Piment ist das größte der drei Körner, wirkt matt und schmeckt nach Nelke, Zimt und Muskat in einem, weshalb er im Englischen allspice heißt. Pfefferkörner sind kleiner und stark runzlig. Wacholderbeeren sind blauschwarz mit mattem Reif und so weich, dass sie sich zwischen den Fingern zerdrücken lassen. Botanisch sind sie übrigens gar keine Beeren, sondern Zapfen mit fleischig verwachsenen Schuppen.

Safran und Färbersaflor. Was als „falscher Safran“ verkauft wird, sind flache, orangegelbe Blütenblätter des Färbersaflors. Echte Safranfäden sind tiefrot bis rotbraun und am oberen Ende trompetenförmig aufgeweitet. Für ein einziges Gramm werden rund 150 Krokusblüten von Hand gepflückt, jede liefert genau drei Narbenfäden. Deshalb steht Safran unangefochten an der Spitze, wenn es um das teuerste Gewürz der Welt geht.

Ceylon-Zimt und Cassia. Beide sind gerollte Rinde, der Unterschied steckt im Querschnitt. Ceylon-Zimt besteht aus vielen hauchdünnen Schichten und lässt sich zwischen den Fingern zerbröseln, die günstigere Cassia-Rinde ist eine einzelne dicke Rolle, die man kaum durchbricht. Cassia enthält deutlich mehr Cumarin, weshalb das Bundesinstitut für Risikobewertung von großen Dauermengen abrät.

Sternanis und sein giftiger Doppelgänger. Echter Sternanis stammt von Illicium verum. Der japanische Sternanis, Illicium anisatum, sieht ihm zum Verwechseln ähnlich, enthält aber Anisatin und ist nicht essbar. Weil die Kapseln nach dem Trocknen kaum auseinanderzuhalten sind, gab es in Europa schon mehrfach Rückrufe verunreinigter Chargen.

Zwei Gewürze, bei denen die Menge entscheidet

Muskatnuss ist ein völlig unauffälliges Küchengewürz, solange sie gerieben und nicht gelöffelt wird. Das enthaltene Myristicin wirkt in größeren Mengen berauschend und giftig. Kritisch wird es etwa ab zwei ganzen Nüssen, von der Prise über dem Kartoffelbrei ist dagegen nichts zu befürchten.

Tonkabohnen riechen nach Vanille, Mandel und frisch gemähtem Heu und werden deshalb gern über Süßspeisen gerieben. Auch hier ist Cumarin der Grund für die Zurückhaltung: Die EU hat Höchstmengen für Lebensmittel festgelegt, weshalb es bei wenigen Zügen über der Reibe bleibt.

Die zehn Gewürze im Überblick

  • Safran: herb, leicht bitter, mit einer heuartigen Note
  • Sternanis: süß-würzig und deutlich kräftiger als Anis
  • Kardamom: das Aroma sitzt in den schwarzen Samen, nicht in der Kapsel
  • Zimt: warm und süßlich, die Ceylon-Variante deutlich feiner als Cassia
  • Gewürznelken: intensiv scharf-süß, das Eugenol betäubt leicht die Zunge
  • Muskatnuss: warm, harzig, in kleinen Mengen unentbehrlich
  • Piment: Nelke, Zimt und Muskat in einem einzigen Korn
  • Wacholderbeeren: harzig-herb, das Grundaroma von Gin
  • Tonkabohnen: Vanille, Mandel und Heu, hauchdünn dosiert
  • Sumach: fruchtig-sauer, praktisch Zitrone in Pulverform

Wenn dir zehn von zehn zu leicht waren: Es gibt noch Asant, auf Deutsch Teufelsdreck, der roh nach Schwefel und faulen Zwiebeln riecht und in heißem Fett plötzlich nach Lauch schmeckt. Der hat es nur deshalb nicht ins Quiz geschafft, weil ihn auf einem Foto niemand erkennt.

Zum Weiterspielen: Gewürze haben die genauesten Herkunftsgeschichten von allen Lebensmitteln, Muskat etwa stammt von einer Handvoll Inseln. In Zungo musst du sie auf der Weltkarte finden.

Raphael
Raphael
Seit 2018 beschreibe ich auf wie-schmeckt.de, wie Lebensmittel schmecken, inzwischen über 400 davon. Mich interessiert weniger die Bewertung als die Beschreibung: Wie fasst man Geschmack so in Worte, dass ihn sich jemand vorstellen kann, der es nie probiert hat? Daneben werte ich aus, wonach in Deutschland tatsächlich gesucht wird, zuletzt im Geschmacksreport 2026. Für Rückfragen und Datenanfragen bin ich über das Kontaktformular erreichbar.
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