Wie schmecken Tonkabohnen?

Tonkabohnen

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Bei der Tonkabohne handelt es sich um ein Gewürz und nicht wie vielfach angenommen um ein Gemüse. Der Tonkabohnen Geschmack ist gerade bei Sterneköchen sehr beliebt, weshalb dieses Gewürz auch in der feinen Küche oftmals zum Einsatz kommt.

Der Tonkabohnen Geschmack erinnert sehr stark an Vanille, Mandeln, Karamell und an Marzipan. Vielfach lässt sich auch eine Spur von Süßholz herausschmecken.

Woher kommen Tonkabohnen?

Die eigentliche Heimat der Tonkabohne liegt im nördlichen Südamerika sowie in den tropischen Regenwäldern des Amazonas, in der Karibik und in Guyana. Bei den Eingeborenen von Venezuela war die Tonkabohne bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts gar offizielles Zahlungsmittel. Aus diesem steht die Tonkabohne heute noch für Reichtum und Glück, wenn Menschen in Venezuela Tonkabohnen in ihrem Geldbeutel haben. Bis vor kurzem war Venezuela gefolgt von Nigeria das Land, welches die größten Tonkabohnen Exporte zu verzeichnen hatte.

Wie verarbeitet man Tonkabohnen?

Bei uns in den Läden bekommt man die Tonkabohne nur getrocknet. Möchte man die Tonkabohne in der Küche nutzen, dann reibt man sie wie eine Muskatnuss mit einer Reibe zu einem feinen Pulver. Dieses Pulver kann dann sowohl in warme wie auch kalten Speisen eingerührt werden. Die Tonkabohne kann man auch im Ganzen in Milch aufkochen, wobei sie ihren herrlichen Geschmack an die Milch abgibt.

Ist die Tonkabohne giftig?

Vielfach wird der Tonkabohne misstraut, denn sie enthält von Natur aus Cumarin. Bis vor nicht allzu langer Zeit stand daher die Tonkabohne unter Verdacht, dass sie für Leberschäden verantwortlich und auch an der Entstehung von Krebs beteiligt ist. Letzteres gilt aber nach neusten Studien nur für das künstlich hergestellte Cumarin. Daher hat die European Food Safety Authority mittlerweile für den Genuss der Tonkabohne Entwarnung gegeben. Man muss keine Angst vor einer Schädigung durch die Tonkabohne haben, wenn man pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht nicht mehr als 0,1 mg Cumarin zu sich nimmt. Tatsächlich ist die Einnahme einer gefährlichen Dosis pro Tag nicht zu schaffen.

Welche Wirkung hat die Tonkabohne?

In ihrer Heimat wird die Tonkabohne auch heute noch als Heilmittel eingesetzt. Von den Ureinwohnern wird der Samen der Tonkabohne mit Tabak vermischt und über die Atemwege konsumiert. Selbst bei Husten und Übelkeit sollen die Samen der Tonkabohne große Wirkung haben. In unseren breiten findet man die Tonkabohne eher in der Naturheilkunde, wo sie oft als Aromatherapie eingesetzt wird.

Die gesundheitlichen Aspekte in der Medizin liegen eher im Cumarin der Tonkabohne, wobei aber auch hier die Dosierung eine große Rolle spielt. Richtig dosiert bringt das Cumarin der Tonkabohne großen Nutzen, denn es regt die Serotoninproduktion an. Serotonin gilt als sehr beruhigend und wirkt sehr gut bei Schlaflosigkeit.