Start Pilze Wie schmecken Trüffel? – Der Geschmack eines Trüffels

Wie schmecken Trüffel? – Der Geschmack eines Trüffels

Zwei Trüffelknollen.

Eine Antwort auf die Frage „Wie schmecken Trüffel?“ zu finden, ist gar nicht so einfach. Den adrigen, meist bräunlich bis schwarzen Delikatessen wird gemeinhin eine erdig-nussige Note zugesprochen, die an würzigen Käse erinnert. Weiße Trüffel sind darüber hinaus für ihr feines, süßliches Aroma bekannt, das an Heu oder Honig erinnert. Schwarze Trüffel hingegen geben einen stärkeren Geruch ab, der Ähnlichkeiten mit dem Geruch des Waldbodens aufweist. Gemeinhin gilt der Geschmack eines Trüffels als polarisierend, entweder man verliebt sich sofort in den Schlauchpilz oder man möchte ihm auf Lebenszeit aus dem Weg gehen.

Was sind Trüffel?

Bei Trüffeln handelt es sich um unterirdisch wachsende Schlauchpilze mit variierender Größe, meist zwischen der einer kleinen Nuss bis hin zu einer Faust. Um überleben zu können, sind sie auf eine Symbiose mit einem Baum oder einem Strauch angewiesen. Sie verflechten sich also mit einer solchen Pflanze, was für beide von Vorteil ist. Diesen Vorgang bezeichnet man als Mykorrhiza. Die als Delikatesse geltende Speise ist aufgrund ihres unterirdischen Wachstums schwierig zu finden und erfordert spezielle Hilfe, beispielsweise durch abgerichtete Hunde oder Schweine, die Trüffel erschnüffeln können. Diese Seltenheit macht Trüffel zu einem der teuersten Lebensmittel überhaupt.

Häufig kommen sie in Italien, Frankreich, China, Neuseeland oder dem Balkan vor.

Wann gibt es Trüffel?

Die Saison weißer Trüffel beginnt grundsätzlich im Oktober und dauert bis Ende Dezember an, mit der Hochsaison zwischen Mitte November und Anfang Dezember. Anfang Dezember startet wiederum die Saison schwarzer Trüffel. Sie endet Mitte März. In Australien und Neuseeland, wichtigen Herkunftsländern der Delikatesse, sind diese Zeitfenster aufgrund der Lage auf der Südhalbkugel um sechs Monate verschoben.

Wie viel kosten Trüffel?

Die Trüffelpreise unterliegen zumeist großen jährlichen Schwankungen. Grund dafür ist das unstete Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage: In Trockenperioden ist die Trüffelernte weniger ergiebig, weshalb die Preise steigen. So ist es keine Seltenheit, dass ein Kilogramm der begehrten Delikatesse für mehrere tausend Euro über den Ladentisch geht. Die weißen Alba-Trüffel, die als besonders edel gelten, kosten so zwischen 5 und 10 Euro pro Gramm. Schwarze Chinatrüffel hingegen 30 Cent für diese Menge. Für Perigordtrüffel wiederum muss man rund 3 Euro pro Gramm hinblättern. Innerhalb dieser Kategorien kommt es natürlich auch darauf an, in welchem Zustand sich der spezielle Trüffel befindet. Löcher, beispielsweise aufgrund von Maden oder Trüffelfliegen, drücken den Preis ebenso wie eine weiche Konsistenz.

Was isst man zu Trüffeln?

Um einem solchen Gericht eine spürbare Trüffelnote zu verleihen, sind nur etwa 10 bis 15 g nötig. Entscheidend, um einen Trüffel gebührend zu verköstigen, ist, dass man ihn nach Erwerb möglichst bald verzehrt, da er mit jedem Tag an Aroma verliert. Wie andere Pilze auch sollten Trüffeln nicht gewaschen, sondern lediglich abgebürstet werden.

Lebensmittel, die sich geschmacklich gut mit Trüffeln vertragen, sind unter anderem Reis, Eier, Nudeln, Fisch oder Fleisch.

Ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht mit Trüffeln ist Rührei, dem man die Trüffel in gehobelter Form untermischt.

Weitere Rezepte gibt es hier: https://www.kuechengoetter.de/pilze/trueffel-rezepte